„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“
Aus dem letzten Testament von Angela Merici (1539), der Gründerin des Ursulinenordens

 

Inhalt: "Schulhaus"
Historische Aufnahmen Außenansichten
Flure und Treppenhaus
Der Zeichensaal
Das kunstvoll gedeckte Dach
Das Dachgeschoss
Der Schulhof - ein Campus!

 
 

Der Schulaltbau in den 1930er Jahren
Fundstelle: Bibliothek des Ursulinenklosters Haselünne, Paulusweg 43

 

 

Der Altbau des Kreisgymnasiums St. Ursula


Renovierung des historischen Schulhauses im Jahre 2007

    Das Dach ist vom Dachdeckermeister Karl Fritze eingedeckt und von seinem Enkel Karl-Heinz Fritze erneuert worden, das Steildach mit den Ausbauten in den 1990er Jahren, der obere Teil in den Jahren 2007/08. Das Dach des Zeichensaals ist von besonderer Fertigungsart, weil der Zeichensaal auf Grund dessen Atelierfenster flacher ausfallen musste. Die Fenster im Steildach wurden originalgetreu kunstvoll neu eingedeckt, die dreieckigen Dächer erhielten eine Kupferhaube. Alle Fenster wurden zu Beginn der 2000er Jahre erneuert.

    Der Baustil, insbesondere die diese Form des Daches, kommt den Bauten französischer Adelshäuser und Stadtpalais sehr nahe.

    • Die Mansarden, sehr typisch für diese Gebäudeform sind eingerahmt mit sog. „Schieferkehlen“, die in ihrer Art einzigartig sind – die Mansardenüberhaupt ermöglichen - und in ihrer Machart aus dem Eichsfeld stammen. Das mache die gesamte Dachform typisch und so einzigartig.
    • Jeder dieser Mansarden stellt einen kleinen eigenen Giebel dar.
    • Der Zeichensaal wurde mit kleinsten Schiefern gedeckt, weil er aus seiner Funktion heraus (Lichteinfall…) flach und einzigartig war und hervorragte.
    • Die Deckung des Hauptdaches erfolgte in wertvoller, seltener „englischer Doppeldeckung“.
    • Beim Schiefer, der Verwendung fand, handelt es sich um sogenannten „Ballastschiefer“, der bei Handelsschiffen zur Stabilisierung Verwendung fand… aus diesem Grund findet man diese Art der Deckung vor allem auch an Kapitänshäusern an der See.
    • Durch die erfolgte „Doppeldeckung“ ist das Dach haltbar für Generationen.

Dach und Fenster an der Nordseite:
oben der Zeichensaal, darunter der ehemalige Physiksaal

    (c) vg - Initiative zum Erhalt des Schulaltbaus am Kreisgymnasium St. Ursula