„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“
Aus dem letzten Testament von Angela Merici (1539), der Gründerin des Ursulinenordens

 

Inhalt: "NPEA"
Übernahme durch die NSDAP
Mahnmal gegen rechts!
Zeitzeugnisse zur NPEA

 
 

Der Schulaltbau in den 1930er Jahren
Fundstelle: Bibliothek des Ursulinenklosters Haselünne, Paulusweg 43

 

 

Materialien zur NPEA


    Zeitzeugnisse zur Nationalpolitischen Erzeihungsanstalt

    Im Jahre 1942, nach dem Tode des Pfarrers Schnieders, entsandte Bischof Dr. Wilhelm Berning den in der Jugendarbeit erfahrenen Pastor Hermann Schepers nach Haselünne. Hermann Schepers war erklärter Gegner der Nationalsozialisten und sollte die Jugend dem Einfuluss der NAPOLA entziehen.

    Ganz anders verhielt sich Kardinal Bertram. Er setzte dem nationalsozialistischen Regime nichts entgegen. Noch im Jahre 1943 glaubte er, mit den Nationalsozialisten zusammenarbeiten zu können. In einem Brief an Hitler, in dem er ihn mit "Hochgebietender Herr Führer und Reichskanzler" anredet, sorgt er sich nur um die katholische Bevölkerung im Kampf gegen den Bolschewismus. Der Brief endet mit: "In ehrfurchtsvoller Ergebenheit".
    Doch es bleibt die Frage nach der Nähe des Kardinals zum Nationalsozialismus. Kardinal Adolf Bertram hat wohl eindeutig den Nationalsozialismus als Irrlehre erkannt. Aber: Weil er jede Obrigkeit als gottgegeben akzeptierte, war er bis zum Schluss zur Zusammenarbeit mit dem Nazi-Regime bereit.

    In folgenden Video berichten Schüler und Lehrer über ihre Zeit in der NAPOLA. Nach ca. 33 min erzählen auch Lehrer aus der NAPOLA Haselünne und der Partnerschule Ihfeld über das Leben in der NAPOLA sowie Schwester Paula über die Vertreibung aus Haselünne. Napola - Erziehung zur Elite im 3 Reich

    In diesem zweiten Film, der aus mehreren Teilen besteht, berichten z.T. bekannte Persönlichkeiten, die Schüler der NAPOLA waren, über ihre Schulzeit. Herrenkinder - Das System der NS Eliteschulen

    Ein ehemaliger Schüler der NPEA Haselünne schreibt über seine Schulzeit. Hier der Bericht des Zeitzeugen

    Der Historiker Dr. Christoph Frilling, Lingen schreibt über die NPEA Haselünne und ihrer Rolle im katholischen Haselünne. Dr. Frilling zitiert aus einem achtseitigen Bericht unter dem Titel „Die politische Auswirkung des Aufbaus der Nationalpolitischen Erziehungs Anstalt Emsland in Haselünne“, den SS-Obergruppenführer Heißmayer am 15. Oktober 1943 an den Chef der Reichskanzlei in Berlin sandte: Die SS wollte Haselünne zur „Hauptstadt der Bewegung“ im Emsland machen

    Hier eine Abschrift eines Briefes von SS-Obergruppenführer Heißmayer am 15. Oktober 1943 an den Chef der Reichskanzlei in Berlin: Quelle: Andreas Lembeck, in "http://www.napola-emsland.de/"

(c) vg - Initiative zum Erhalt des Schulaltbaus am Kreisgymnasium St. Ursula