„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“
Aus dem letzten Testament von Angela Merici (1539), der Gründerin des Ursulinenordens

 

Inhalt: "Personen"
Zitate zur St. Ursula-Schule
Mater Theresia Breme
Mater Ignatia Breme
Frauenort Haselünne
Bedeutende Schülerinnen
Der Maler Horst Janssen

 
 

Der Schulaltbau in den 1930er Jahren
Fundstelle: Bibliothek des Ursulinenklosters Haselünne, Paulusweg 43

 

 

Der Maler Horst Janssen


    Während der Nationalsozialistischen Okkupation war Horst Janssen von 1942 bis 1945 Schüler der NPEA.
    Der Zeichenlehrer Hanns Wienhausen erkannte seine künstlerische Begabung und förderte sie.

    Die Künstler-Karriere von Horst Janssen (Hamburg, 1929 - 1995) begann im noch existierenden alten Schulgebäude der St. Ursula-Schule, die seinerzeit von den Nationalsozialisten konfisziert worden war (NPEA-Emsland) unter der Obhut des Zeichenlehrers und späteren Kunstprofessors Hanns Wienhausen (Münster, 1913-1997), der das Ausnahmetalent Horst Janssen schnell erkannte. Wienhausen studierte von 1934 bis 1939 Kunst in Berlin, wurde eingezogen, in Russland schwer verwundet und, aufgrund seiner Verletzungen kriegsuntauglich, ab 1943 als "Hilfserzieher" in der NAPOLA Schule Haselünne eingesetzt. Hanns Wienhausen, dem jedoch keine geistige Nähe zur NS Ideologie nachgesagt werden kann, wurde schnell zu einer Vertrauensperson von Horst Janssen.


    Bild: NOZ vom 01.08.2017

    Horst Janssen selbst beschreibt in seinen Memoiren sein Leben in Haselünne: Mit Hanns Wienhausen habe er lange Spaziergänge an der Hase und im Wacholderhain unternommen und habe unter Anleitung des jungen Zeichenlehrers sein zeichnerisches Talent entwickeln können. Der Lehrer habe den jungen talentierten Schüler mit Büchern versorgt und ihn, der NS- Ideologie zuwider, auch mit der modernen Kunst bekannt gemacht.

    Nach dem Krieg studierte Janssen bei Alfred Mahlau in Hamburg. In den folgenden Jahrzehnten entstanden ca. 14000 Zeichnungen, mehr als 3000 Radierungen, Holzschnitte und Lithographien, sowie Hunderte von Aquarellen, begleitet von zahlreichen hochrangigen Auszeichnungen als Anerkennung seiner Kunst.

    Quelle: Dr. Dieter Kronabel

    Mehr über Horst Janssen findet man im Internet bei Wikipedia.

    Hans Wienhausen, der Zeichenlehrer an der NPEA

    Wienhausen studierte von 1934 bis 1939 Kunst in Berlin, wurde eingezogen, in Russland schwer verwundet und, aufgrund seiner Verletzungen kriegsuntauglich, ab 1943 als „Hilfserzieher“ in der Napola Schule Haselünne eingesetzt. Hanns Wienhausen, dem jedoch keine geistige Nähe zur NS-Ideologie nachgesagt werden kann, wurde schnell zu einer Vertrauensperson von Horst Janssen.

     

    rechts:
    Prof. Hanns Wienhausen war auch nach dem Krieg in Haselünne tätig. Mit der künstlerischen Gestaltung des Giebels der im Jahr 1958 erbauten Haselünner Stadthalle hat der Lehrer von Horst Janssen ebenfalls Spuren in der Stadt hinterlassen.

     

     

    unten:
    In diesem Zeichensaal der St. Ursula-Schule (damals NPEA Emsland) wurde das Talent von Horst Janssen entdeckt.

(c) vg - Initiative zum Erhalt des Schulaltbaus am Kreisgymnasium St. Ursula