„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“
Aus dem letzten Testament von Angela Merici (1539), der Gründerin des Ursulinenordens

 

Inhalt: "Ursulinen"
Mädchen und Frauenbildung
Schulreformen 1888 - 1914
Der Weg zum Oberlyceum
Neuspr. Gymnasium für Mädchen
Leben in der Klosterschule
Historische Aufnahmen
Der Angela Merici - Preis

 
 

Der Schulaltbau in den 1930er Jahren
Fundstelle: Bibliothek des Ursulinenklosters Haselünne, Paulusweg 43

 

 

320 Jahre Mädchen- und Frauenbildung
im Kloster in Haselünne


    „… das Kreisgymnasium St. Ursula (darf sich) zu Recht als Traditonsgymnasium bezeichnen, das im Laufe seiner Geschichte viele unterschiedliche Facetten von Bildung präsentieren konnte.“

    Boris Pistorius, 2004, Grußwort aus der Festschrift zum 150-jährigen Bestehen

    Viele unterschiedliche Facetten von Bildung, insbesondere der Mädchen- und Frauenbildung zunächst durch die Klarissen, danach durch die Ursulinen, die im 19. Jahrhundert mit ihren Klöstern die Frauenbildung in Europa begründeten:

      1652 ff Klarissen: Hauswirtschaftsschule ("Kostjuffern")
      1854 ff Ursulinen: Mädchenschule (Grundschule)
             höhere Töchterschule
             Frauenfachschule (Hauswirtschaft)
      1900 Lehrerinnenausbildung
      1909 höhere Lehranstalt für die weibliche Jugend
      1919 Realgymnasium für Mädchen
             das erste Abitur (extern)
      1927 das erste Abitur in Haselünne
      1941 Vertreibung durch die Nazionalsozialisten
      1945 Neubeginn
      1948 erstes Abitur nach dem Kriege
      1968 koedukatives Gymnasium
      ab 1972 öffentliches Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises

    "Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung."

    Dieser Auftrag Angela Mericis aus ihrem letzten Testament (1539) umfasst wie ein Leitthema auch das Wirken der Ursulinen in Haselünne. Die wechselvolle Geschichte von Kloster und Schule ist also eng mit den Herausforderungen der jeweiligen Zeit und deren Möglichkeiten von Frauen- und Mädchenbildung verknüpft.

(c) vg - Initiative zum Erhalt des Schulaltbaus am Kreisgymnasium St. Ursula