„Und wenn es sich gemäß den Zeiten und Bedürfnissen ergeben sollte, etwas neu zu ordnen oder etwas anders zu machen, tut es klug und nach guter Beratung.“
Aus dem letzten Testament von Angela Merici (1539), der Gründerin des Ursulinenordens

 

Inhalt: "Ursulinen"
Mädchen und Frauenbildung
Schulreformen 1888 - 1914
Der Weg zum Oberlyceum
Neuspr. Gymnasium für Mädchen
Leben in der Klosterschule
Historische Aufnahmen
Der Angela Merici - Preis

 
 

Der Schulaltbau in den 1930er Jahren
Fundstelle: Bibliothek des Ursulinenklosters Haselünne, Paulusweg 43

 

 

Jahre der Schulreform 1888 - 1914


    Die Frauenbewegung zum Ende des 19. Jahrhunderts gab dem Schulsystem neue Impulse und veränderte seine Ziele.

    Wesentliche Forderungen waren: (Gymnasiale) Bildung für Mädchen, Universitätsstudium für Frauen

    Staatliche Vorgaben der Mädchenschulreform in Preußen von 1908:

      Staatliche Lehrpläne
      Fachlehrerprinzip
      Fachräume für verschiedene Fächer, z.B. fü Physik
      mind. 50% akademisch vorgebildete Lehrer in den Schulen

    Die St. Ursula-Schule reagierte darauf:

      1900 bis 1914 Lehrerinnenausbildung an der St. Ursula-Schule in Haselünne
          (Leitung durch Dr. Berning, Oberlehrer in Meppen, später Bischof von Osnabrück)
      Neubau eines Schultraktes mit entsprechenden Fachräumen (heutiger Altbau)
      Die Ursulinen nahmen ihr Lehramtsstudium auf.

    Aber noch keine Vergabe der Zugangsberechtigung zum Universitätsstudium durch die St.Ursula-Schule

    Beispiel für ein Schulzeugnis aus dem Jahre 1912

(c) vg - Initiative zum Erhalt des Schulaltbaus am Kreisgymnasium St. Ursula